|
Wie
hätte es auch anders sein können: Nach regenreichen Tagen trafen sich
die Terra Inspirianer beim Bahnhof Wilderswil bei hervorragendem Wetter
zum Familienausflug. Für uns waren zwei Abteile in der historischen
Zahnradbahn reserviert. Mit der Maximalgeschwindigkeit von 12
Stundenkilometern krochen wir den Berg hinauf. Die ideale Geschwindigkeit,
um die ersten Landschaftseindrücke und Blumen zu entdecken, aber auch um
die Aussicht zu geniessen. Imposant war es, Interlaken und das Open-Air
auf dem alten Flughafen (Greenfield-Festival) von oben zu sehen. So viele
Autos und Zelte an einem Ort, und daneben einige kleine Bühnen, auf denen
nachmittags und abends verschiedene Bands ihren Gig abhielten.
Kaum oben angekommen machten wir uns auf den Weg zum weltberühmten
botanischen Alpengarten. Hier werden Pflanzen aus unserer Alpenflora auf
kleinen Raum gezeigt. Die unzähligen ganz kleinen bis grossen und
farbigen Blüten versetzten uns ins Staunen. Was es doch nicht alles an
Pflanzen gibt. Uns wurde durch diesen Garten ein kleiner Einblick in
unsere Alpenflora gewährt, welcher das Terra Inspirianer-Wissen wieder
etwas erweitern konnte. Einige Mitgereiste gönnten sich auf einem der
vielen Ruhebänkli in der atemberaubenden Umgebung schon vor dem
Mittagessen einen kleinen Imbiss.
Es wurde Zeit den Alpengarten zu verlassen, und uns zum Picknickplatz zu
begeben. Kaum angekommen, erregten grosse Vögel, die weit unten im Tal
ruhige Runden segelten, unsere Aufmerksamkeit an. Enorm schnell gewannen
sie - ohne jegliche Flügelschläge - an Höhe. Rasch waren die inzwischen
als Gänsegeier identifizierten Raubvögel weit über uns. Über die Alpen
verliessen uns die imposanten Tiere in Richtung Frankreich. Nach dieser
kleinen Sensation stillten nun alle ihren ausgewachsenen Hunger. Zum
Verdauen besuchten einige von uns die zweite Berühmtheit der Schynigen
Platte, das Teddybären-Museum.
Das Gebiet rund um die Schynige Platte bietet Wanderwege für jedermann
an, so dass sich auch die Kleinsten unter uns auf einen Marsch begeben
konnten. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt entdeckten wir wiederum viele
Blumen. Oben angekommen präsentierte sich uns ein Alpensalamander in
seiner vollen Schwärze. Nach dem Ablichten des Tieres fanden wir dann
doch noch Zeit, um den wunderbaren Ausblick in die Alpenwelt zu geniessen.
Wo es jedoch einen Alpensalamander gibt, muss es noch mehr Tiere geben.
Nach kurzer Suche fanden wir weitere Alpensalamander, darunter ein
Jungtier. Beim Umdrehen der Steine entdeckten wir neben einer schnellen
Bergeidechse auch verschiedene Käfer. Beim Aussichtspunkt trennten sich
die Wege in eine etwas längere und kürzere Wanderung. Beide wurden von
einem Teil der berggängigen Terra Inspirianer unter die Wanderschuhe
genommen. Das gemeinsame Ziel war der Bahnhof, um dann die Rückfahrt in
Richtung Tal anzutreten. Bei der Rückfahrt durften wir sogar drei Abteile
im Zug belegen, damit wir möglichst alle einen Fensterplatz besetzen und
die Landschaft nochmals geniessen durften. Während der Fahrt durften wir
ein Kreuzungsmanöver miterleben, bei welchem die Weichen jeweils noch von
Hand umgestellt werden mussten.
Unten angekommen, hielten wir unsere Tradition ein und machten uns auf den
Weg zum krönenden Abschluss dieses Tages, dem Coupe-Essen. Voller neuer
Erlebnisse verabschiedeten wir uns mit vollem Bauch voneinander und
begaben uns auf den Heimweg.
|

Blick aufs Bödeli und den Thunersee.
Foto: Markus Grimm

Bahnhof Schynige Platte.
Foto: Fritz Wüthrich

Schmalblätteriger Enzian
Gentiana angustifolia
Foto: Markus Grimm

Alpensalamander, Salamandra atra
Foto: Markus Grimm
Gänsegeier: 10 Stück
dieser grossartigen Vögel konnten wir in der Thermik über
Zweilütschinen beobachten.
Foto: Fritz Wüthrich
|