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Die
Zuchtregulierung beim Grossen Seychellentaggecko (Phelsuma sundbergi
longinsulae) – Eine Methode - Anita & Markus Grimm - |
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Die
ersten Ideen beschränkten sich auf die Haltungskomponenten Licht,
Luftfeuchtigkeit und Temperatur. |
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Meine Tiere erhalten ein- bis zweimal wöchentlich ein Honig-Vitaminpulvergemisch, welches an die Scheibe oder an ein Bambusrohr gestrichen wird. Eines Tages ging mir der Bienenhonig aus und ich kaufte nicht gleich ein neues Glas, so dass die Geckos einige Wochen keinen Honig-Vitaminmix erhielten. Die Zuchtpaare legten während dieser Periode keine Eier mehr ab. Dieses Phänomen musste genauer untersucht werden. Ich besorgte mir neuen Bienenhonig und mischte den Mix wie üblich mit 50 % Honig, 20 % Korvimin, 20 % Nekton-Rep und 10 % Kalk. Dieses Gemisch erhielt nun ein einziges Paar wieder regelmässig ein- bis zweimal pro Woche. Dieses Paar legte nach einem guten Monat wieder ein befruchtetes Doppelgelege ab. Bei den anderen beiden Zuchtpaaren blieb die Eiablage weiterhin aus. Hierbei ist anzumerken, dass es allen drei Zuchtpaaren dabei sehr gut erging. Die beiden Paare, welche keinen Mix mehr erhielten, zeigten ausser der ausbleibenden Eiablage keine weiteren negativen Veränderungen. So entstand nun endgültig die Idee, dass das Paarungsverhalten mit der differenzierten Verabreichung von Kalzium, Mineralstoffen und Vitaminen gesteuert werden könnte. |
| Der angefangene
Versuch wurde um weitere 3 Monate verlängert. Es blieb beim gleichen
Resultat wie nach dem ersten Monat. In den insgesamt 4 Monaten legte das
Weibchen drei befruchtete Doppelgelege ab. Nach 4 Monaten wurde das
Ganze nun umgekehrt. Das Paar, welches bisher als einziges vom
Honig-Vitaminmix erhielt, wurde von diesem abgesetzt. Stattdessen
erhielten jetzt die beiden anderen Paare ein- bis zweimal pro Woche
davon. Das vom Vitamincocktail abgesetzte Weibchen legte nach etwa drei
Wochen noch ein einzelnes Ei ab und stellte dann die Produktion völlig
ein. Die anderen beiden Weibchen legten fast gleichzeitig - nach etwa 5
Wochen - je ein Doppelgelege ab. Die erneut erreichte Produktion
erinnerte an die alten Zeiten. Das Zuchtpaar, welches nach dem Absetzen des Vitamingemischs nur noch ein Ei ablegte, brachte mich auf eine weitere Idee: Wenn der Honig-Vitaminmix reduziert verabreicht würde, dann könnte das eventuell zur Folge haben, dass die Zucht problemlos funktioniert aber eben etwas reduziert. Alle Paare erhielten nur noch alle zwei Wochen einmal vom Vitaminmix. Diese Verminderung der Verabreichung führte dazu, dass die Weibchen aller drei Paare nur noch alle zwei bis drei Monate ein Doppelei ablegten. Scheinbar hatte ich das Ziel der Zuchtregulierung erreicht. Die Zucht mit einer reduzierten Mixgabe funktioniert nun bereits seit über zwei Jahren mit dem gewünschten Erfolg. |
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Ob
diese Zuchtregulierung nur mit Kalk, nur mit Mineralstoffen oder eventuell
nur mit den Vitaminen im Zusammenhang steht, kann ich leider nicht
beurteilen. Ich kann aber, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber den
Tieren zu haben, diese Methode zur Zuchtregulierung sehr empfehlen. Diese
Methode kann übrigens auch umgekehrt angewendet werden: Phelsumenhalter,
welche bis anhin keine Zuchterfolge verzeichnen konnten, könnten ihre
Tiere allenfalls durch zusätzliche oder grössere Gaben eines solchen
Mixes zur Vermehrung bringen.
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| Die Autoren |
| Anita
und Markus Grimm Rosenweg 6 CH-3322 Schönbühl |