Deutscher
Name:
Zacken-Erdschildkröte
Wissenschaftlicher Name:
Geoemyda
spengleri (GMELIN 1789)
Verbreitung:
Südchina (Guangxi, Guangdong, Yunnan) und Vietnam
Lebensraum:
Bewohnt Höhenlagen zwischen 800 und 1600 m ü.M. mit Temperaturunterschieden
(14 bis 35 °C) und hoher Luftfeuchtigkeit (82 %). Insuläres Vorkommen
im verrottenden Falllaub, Totholz sowie Ast- und Wurzelgewirr am Boden
lianenverhangener Laub- und Nadel-Urwälder, wo sich jeweils nach Regenfällen
flache Wassersenken bilden, welche die Schildkröten zur Wasseraufnahme
und zum Exkrementieren aufsuchen.
Kurzbeschrieb:
Der flache dreikielige Rückenpanzer variiert von braun bis leuchtend
braunrot, manchmal auch gelblich. Der Vorderrand ist gezähnt, der
Hinterrand tief gesägt. Jungtiere haben zwei Zacken je Sägezahn. Der
Bauchpanzer ist schwarz, meist gelb gerandet.
Besonderes:
Auffallend ist der raubvogelartige Oberkiefer zum flinken Ergreifen flüchtender
Beutetiere, die tagsüber und in der Abenddämmerung - gut getarnt im
Falllaub lauernd - mit den nach vorne gerichteten Augen erspäht wurden.
Biokulares Sehen! Nahrung: Gehäuse- und Nacktschnecken, Würmer,
Schrecken und Grillen, plündert die Nester bodenlebender Vögel und Mäuse,
Termiten, Käfer, Raupen, Asseln, Spinnen und Aas. Frisst auch Wildkräuter
und nimmt mineralische Bestandteile aus dem Urwaldboden auf. |
Zackenerdschildkröte, Geoemyda
spengleri. Foto: ©Fritz Wüthrich

Grosse, nach vorne gerichtete
Augen zeichnen diesen aktiven Jäger aus.
Foto: ©Fritz Wüthrich
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